Liebesgeschichte
Es war einmal ein Mann, der sich bis über beide Ohren in eine Frau verliebte. Die Liebe wurde erwidert, doch hatte die Frau noch andere Neigungen: Sah sie eine Pflanze, schön und zart gewachsen, dann war es um sie geschehen. Und ihr Haushalt um einen kleinen Liebling reicher.
Nun ist es im Leben so, dass man nicht alles für Geld kaufen kann.
Und so fand sich der Mann, unvermindert emotional glühend, immer häufiger in ihrem Schlepptau, auf zugigen Hinterhöfen, in abgewickelten Gärtnereien oder auch frühmorgens auf morastigem Grund irgendwo an nebelverhangenen Seeufern, um nach verborgenen Pflanzenschätzen zu stöbern.
Die gegenseitige Zuneigung machte es möglich, sie trug sie weiter, geleitete sie vor den Altar, und langsam wandelte sich Leidenschaft in Innigkeit.
Was sich nicht wandelte, war der feminine Pflanzenfimmel.
Und so wurde der Mann nicht müde, mit kleinen oder größeren floralen Gaben (oder was er dafür hielt) sein diesbezügliches Mitempfinden zu dokumentieren. Allerdings gingen ihm im Laufe der Jahre ein wenig die Ideen aus.
Da begab es sich, dass die Frau ihre Passion in Form eines kleinen Unternehmens professionalisierte und anderen zur Teilhabe anbot.
In einer stillen Stunde, des Tages Arbeit war getan, da blickten beide sich an. Eigentlich blickte vor allem die Frau ihren Mann an. Und sie sagte ihm die Wahrheit.
Dass er nämlich, wenn es NIE GESEHENE GÄRTEN® damals schon gegeben hätte, sich manch ein in bester Absicht angeschlepptes Präsent hätte sparen können und ihr besser die Teilnahme an einer solch berauschenden Veranstaltung spendiert hätte.
Da nickte der Mann und dachte an die vielen Rat suchenden Bauherren, erwartungsfrohen Geburtstagskinder und Jubilare, beschenkenswerten Großeltern oder einfach lieben Menschen, denen durch so eine Gabe das Herz aufgehen würde.
Und er beschloss, seiner Frau zu empfehlen, auf ihrer Internetseite ein Knöpfchen einzurichten, mit dem man sein Interesse am Verschenken eines Gutscheins kundtun kann.
Aber sie hatte die Idee schon selbst gehabt.
